Aufstellungen
Wahrnehmung
Aufstellungen werden von vielen verstanden als ein sehr direkter Zugang zur Wahrheit, oder sogar: zu der Wahrheit. Aus einer
systemtheoretischen Perspektive heraus, ist mit einem solchen Begriff von „Wahrheit“ nicht mehr zu operieren. Wo Hellinger
noch sagen kann: „Schau hin und sage, was du siehst“, muss es nunmehr mindestens heißen: „Schau hin und entscheide, was du siehst.“
Hier gilt es, die Komplexität der Beobachtung und der Beschreibung hochzufahren.
Die Technik der Aufstellungen wird von uns in einem durchgängig systemtheoretischen (postontologischen) Rahmen und in einer
nicht-esoterischen Weise verstanden. Beispielsweise von irgendwelchen „Feldern“, „Kräften“ und „Schwingungen“ zu sprechen,
ist nur erlaubt, insofern der Metapherncharakter dieser Sprechweise jeweils klar erkannt und markiert wird. (Und oft tragen diese
Metaphern nicht zur Klärung oder gar zu einer Erklärung der Phänomene bei, sondern sie importieren lediglich weltanschauliche Modelle.)