Einführung Aufstellungen
Bei der Aufstellung geht es um die räumliche Darstellung von Systemkonstellationen mit Hilfe von Personen oder Gegenständen. Die Dreidimensionalität wird zusätzlich noch situativ um eine dynamische bzw. zeitliche Komponente erweitert.
Die Aufstellungsmethode nutzt dabei die Fähigkeit des menschlichen Gehirns zur Wahrnehmung von sozialen Strukturen im drei- bzw. vierdimensonalen Raum. Das menschliche Gehirn erfasst - z.B. beim Betreten eines Raums - auf unterbewusster Ebene die Inhalte des Raums, den Bezug der Inhalte des Raums zueinander und bildet sofort Bezugs- und Bedeutungsgruppen.
Dies erfolgt sofort und unterbewusst. Diese Fähigkeit ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass wir Menschen zuallerst "soziale Wesen" sind, und es überlebensnotwendig ist, sofort zu erkennen ob die angetroffenen Gegenüber zur eigenen sozialen Gruppe ("Freund") oder zu einer fremden Gruppe ("potentieller Feind") zählen.
In der klassischen systemischen Organisationsberatung werden Aufstellungen für Organisationen schon seit den 1990ern erfolgreich eingesetzt und permanent weiterentwickelt. Führend bei diesem Anwendungsgebiet ist die Arbeit von Varga von Kibed und Insa Spanner im SySt-Institut. Der grundsätzliche Nutzen von Aufstellungen muss daher nicht mehr nachgewiesen werden.